Mit dem Auto durch Westafrika reisen – Von Spanien über Marokko, Mauretanien und Senegal nach Gambia

Endlos weite, löchrige Wüstenstraßen, Berber und Beduinenstämme, zahllose Polizeikontrollen und Grenzposten und das damit verbundene Feilschen und Verhandeln um Gebühren und Wege Zölle.

Mit dem Auto durch Westafrika zu fahren ist ein echtes Abenteuer! Einfach drauflos fahren kann den Abenteuerfaktor der Reise zwar noch erhöhen, ein paar grundlegende Informationen erleichtern die Reise allerdings erheblich und wer weiter liest, kann einiges an Ärger und Kosten sparen.
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Ich selbst habe vor kurzem die Strecke Spanien->Marokko->Mauretanien->Senegal->Gambia zurückgelegt (einen Videobericht gibt es hier), meine Erinnerungen sind noch frisch und ich möchte sie hier zusammenfassen.

Dieser Artikel ist für alle gedacht, die vorhaben mit dem Auto durch Westafrika zu fahren.

Benötigte Dokumente

  • Reisepass (muss noch mind. 6 Monate gültig sein);
  • Führerschein (ein internationaler Führerschein war für mich nicht notwendig, der EU-Führerschein ist ausreichend)
  • Fahrzeugpapiere (französisch: “Carte Gris”)
  • Eine Bescheinigung für eine bestehende Autoversicherung (französisch “Carte Verte”, grün doppelseitige halbe DIN A4 Seite, wird auf Anfrage von der bestehenden Versicherung angefordert). Die Carte Verte ist nur für Marokko gültig, eine Versicherung für alle anderen westafrikanischen Länder kann man später an der Grenze nach  Mauretanien kaufen.
  • pro Land 10 Kopien einer tabellarischen Auflistung der Daten eines jeden Passagiers dabei zu haben erspart unnötiges Warten. (französisch “Fiche”) Man wird unzählige Male von der Polizei und Gendarmerie angehalten, ohne fiche tragen sie die Informationen von jedem Passagier in ein Buch ein, die fiches sparen also erheblich Zeit. Die fiches müssen enthalten: Vorname und Name, Reisepassnummer, Geburtsdatum, Nationalität, Geburtsort, Ausstellungsdatum des Reisepass (Date of Issue), Gültigkeitsdatum des Reisepass (Date of Expiration), eine Kennzeichnung wer der Eigentümer des Fahrzeugs ist + Kennzeichen des Autos)
  • Ein Visa für Mauretanien (erhältlich in Deutschland oder in Rabat, Marokko, später mehr dazu)

Anmerkung: Ich bin mit meinem eigenen Auto gefahren. Bei Mietautos oder Autos, die einem selber nicht gehören, kann es unter Umständen zu Problemen führen. Dazu habe ich allerdings keine Informationen, man sollte sich aber unbedingt vorab informieren.

Sprachen

  • Marokko: Im Norden kommt man gut mit Spanisch und Französisch durch, im Süden dann meist nur noch mit Französisch (2. offizielle Sparache)
  • Mauretanien: Französisc
  • Sengeal: Französisch, manche Sprechen auch Englisch
  • Gambia: Englisch

Die Route

Spanien -> Marokko

Von Tarifa oder Algeciras gelangt man in nur 40 Minuten mit der Fähre nach Tanger in Marokko. Ein Ticket kostet pro Person 35€, für ein Auto bis 3m sind 65€ zu zahlen.?Es gibt mehrere Anbieter für die Überfahrt, ein Schiff lässt sich meistens stündlich finden. An Bord darf man auf keinen Fall vergessen das Einreiseformular auszufüllen und abstempeln zu lassen. Kurz nach Fahrtbeginn bildet sich meist eine Schlange an dem zuständigen Schalter, benötigt wird das Formular (ein kleiner Zettel) und der Pass.

Nach Verlassen des Schiffs in Marokko passiert man einen Grenzposten, hier wird nach dem Pass, der Carte Verte und der Carte Gris gefragt. Unter Umständen wird das Auto durchsucht.

Es gibt einige Assistenten der Polizei, die versuchen einem Hilfe beim Ausfüllen der Zettel aufzudrücken. Die Hilfe ist sehr nützlich und jeder nimmt sie in Anspruch.?Wie so oft in Marokko ist die erste Frage “First time in Morocco?”. Sagt man “Ja”, werden die Preise ordentlich erhöht, am besten war man schon 4 mal dort. Ich habe insgesamt 10DH (ca. 1€) an der Grenze bezahlt und denke ich bin damit ganz gut weggekommen.

Marokko

Die Straßen und Autobahnen in Marokko sind problemlos befahrbar. Die Autobahnen kosten oft Mautgebühren, halten  sich aber in Grenzen. Für die gesamte Strecke habe ich unter 30€ bezahlt. Unbedingt sollte man die Geschwindigkeitsbegrenzungen beachten, die Marokkaner kontrollieren an jeder Ecke (tagsüber). Es gilt die Regel: 10% mehr als auf den Straßenschildern angegeben,  liegt im Rahmen (ist die Begrenzung 60km/h kann man also 66km/h fahren), alles andere kostet und zwar nicht wenig.
Wird man kontrolliert, kommt man nur sehr schwer ums Zahlen herum. Argumentiert wird mit dem TotschlagArgument, dass das Photo auf der Speicherkarte registriert sei und es nicht in ihrer Macht liege dieses zu löschen, also auf jeden Fall an die Begrenzungen halten.

Mauretanien-Visa in Rabat

Am besten ist es, bereits ein Visa in Deutschland anzufordern (Startdatum des Visa beachten). Ansonsten ist die einzige Möglichkeit beim Mauretanischen Konsulat in Rabat (6, Rue Thami Lamdawar, B.P 207, Rabat-Souissi).

Die Botschaft öffnet offiziell um 09:00 Uhr morgens. Das Visa lässt sich nur zwischen 09:00 und 11:00 Uhr anfordern.
Ab 7:45 Uhr bildet sich eine Schlange vor der geschlossenen Tür, die Botschaft öffnet dann manchmal erst um 09:30 Uhr. Kommt man erst um 09:00 Uhr wartet man locker 1,5 – 2 Stunden. Abholen kann man  das Visa am nächsten Werktag um 15:00 Uhr (Stand 23.11.2011)

Benötigte Dokumente:

  • 2 Kopien des Reisepasses
  • 2 Passfotos
  • ca. 340DH (31€) für das Visa
  • Formular zum Ausfüllen (bekommt man an der Tür des Konsulats)

Tricks für den Notfall:

  • Kommt man nach 11:00 Uhr, lässt sich mit dem Parkwächter “reden” (*hust), er kümmert sich dann darum, dass das ausgefüllte Formular noch am gleichen Tag auf dem entsprechenden Schreibtisch landet und man das Visa am nächsten Tag abholen kann
  • War man morgens pünktlich da und möchte das Visa am gleichen Tag mitnehmen, so kann der Parkwächter auch behilflich sein

Grenze Marokko – Mauretanien

Die Grenze öffnet um 09:00 Uhr. Vorher und die Nacht davor bildet sich schon eine Schlange. Wir sind nachts gegen 00:00 Uhr dort angekommen und haben neben dem Auto geschlafen. Zu der Zeit waren ca. 50 Autos vor mir (wird auch in meinem Videoreport gezeigt). Beim Verlassen von Marokko passiert man 3 Stationen: Polizei, Zoll und Grenze. Wie man hier vorbeikommt ohne seinen  Geldbeutel zu erleichtern wird hier beschrieben. Weiter geht es durch das Niemandsland, 3km unregiertes Land ohne Asphalt. Hier ist es sehr empfehlenswert hinter einem LKW hinterher zu fahren. Ansonsten bleibt man auf der buckeligen Piste leicht im Sand stecken, manche für immer, wie die zahlreichen Autowracks bezeugen. Nach dem Niemandsland geht der Spaß von vorne los: Mauretanische Grenze, Polizei und Gendarmerie. Insgesamt hat der Prozess von 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr gedauert. Zahlt man, kann man sicher eine Stunde sparen, das Verhandeln und Schauspielern nimmt einige Zeit in Anspruch, kann mit der richtigen Einstellung aber sehr viel Spaß machen ;-)

Insgesamt haben wir 100DH (8,75 €) bei der Mauretanischen Gendarmerie gelassen, allerdings waren wir zu der Zeit noch nicht so geübt im Feilschen, sicher kommt man aber mit viel Geduld und den, im nächsten Abschnitt bechriebenen Tipps auch  um diese Gebühr herum.

An der Mauretanischen Grenze wird versucht einem  eine Versicherung für Mauretanien anzudrehen (3 Tage = 160DH = 15€). Angeblich zahlt man bei jeder Kontrolle eine Strafe von 20€, wir wurden allerdings nicht nach einer Versicherung gefragt.

Empfehlenswert ist es Euros dabei zu haben, diese lassen sich an der Grenze leichter in die Mauretanische Währung (1€ = 389 Ouguiya)  zu tauschen. Noch besser ist es direkt Ouguiya aus Marokko mitzubringen. Es gibt keinen  Bankautomaten an der Grenze, nur ein Western Union Büro. Da wir keine Euros dabei hatten, haben wir 400DH in 14000 Ouguiya getauscht, was sich für uns nach einem ganz guten Kurs anhörte. In der Hauptstadt Mauretaniens gibt es eine Tankstelle und auch Bankautomaten.

Mauretanien

In Mauretanien sollte man es vermeiden nachts zu fahren, zumindest wird dies von der hiesigen Gendarmerie und dem auswärtigen Amt empfohlen. Wir haben eine Nacht am Straßenrand, in einer verlassenen Hütte, verbracht. Nachts leuchtete ein Mann mit einer Taschenlampe durchs Fenster, hat uns aber in Ruhe gelassen.

Es gibt nicht all zu viele Tankstellen auf dem Weg, man sollte die Tankanzeige im Auge behalten und die wenigen Möglichkeiten nutzen.

Grenze Mauretanien – Senegal

Der kürzeste Weg  nach Senegal führt über Rosso, dort muss man ein Schiff nehmen und passiert danach die Grenze zu Senegal. Rosso ist nicht der schönste Ort der Welt. Steigt man aus dem Auto, wird man überlaufen von Mauretaniern  die einem angeblich helfen wollen die nötigen Transaktionen durchzuführen um das Schiff zu nehmen und Mauretanien zu verlassen. Hier wird ordentlich abgezockt, betrogen und nach einigen Internetberichten auch geklaut.

Wir waren schon einiges gewöhnt aber Rosso war selbst für uns zu viel, so dass wir uns entschieden  Rosso zu verlassen und eine ca. 110km lange Buckelpiste (die ersten 50km sind OK, danach wird es holprig) nach Diama zu nehmen.

In Rosso habe ich mir noch eine Westafrika-Autoversicherung besorgt (ca. 15€ für 30 Tage). Ich kann mich nicht erinnern, dass es die Versicherung auch in Diama zu kaufen gibt, da die Straße nach Diama allerdings in Rosso abzweigt, kann man die Versicherung auch schnell dort kaufen.

Es wird allerdings unmöglich sein, auf dem Weg zum Versicherungsverkäufer nicht belästigt zu werden. Irgendjemand wird einem den Weg zeigen wollen um später  ab zu kassieren. Auch wenn von mir nur 1€ verlangt wurde, habe ich aufgrund der Dreistigkeit meines “Guides” nicht gezahlt. Daraufhin  meinte er , dass sich unser Auto überschlagen wird, da wir böse Menschen sind. Uns ist nichts passiert ;-)

Auf der Buckelpiste nach Diama passiert man sicherlich 5 Polizei- und Gendarmerie Stationen + einen Eingangsposten zum Nationalpark. An der Grenze dann das gewohnte Prozedere: Polizei Mauretanien, Gendarmerie Mauretanien, Grenze, Gendarmerie Senegal, Polizei Senegal.

Wichtige Anmerkung zur Autoeinfuhr: Fährt man mit einem älteren Auto nach Senegal, gibt es Probleme. Sie möchten verhindern, dass man Geschäfte mit Autoexporten macht. Ich habe viele Varianten gehört, wie versucht wird, dies zu verhindern. Ein Freund meinte, sie würden jedem 400€ abknöpfen, der mit einem PKW  ins Land einreist, der älter als 8 Jahre ist. Es wird ein Zoll berechnet, weil davon ausgegangen wird, dass man das Auto verkaufen wird. Möchte man nach Gambia weiterfahren, wird man, nach Aussage des Zollbeamten von einer Eskorte durchs Land begleitet, die sicherstellt, dass man das Land auch wirklich verlässt (sehr teuer!). In meinem Fall haben sie mir in den Pass geschrieben, dass ich mit einem Auto eingereist bin und mir 3 Tage Zeit gegeben  wird ,das Land zu verlassen. Andernfalls würde ich im Gefängnis landen (wurde drei Mal wiederholt).

Psychologische Tricks zum Umgang mit Polizei, Gendarmerie und Grenzposten

Rechnet man alle Stops zusammen, so kommt man von Marokko bis Gambia um die 25 Mal mit Polizei, Gendarmerie und Grenzkontrollen in Kontakt. An der Grenze wird bei jedem Stop  Geld verlangt. Hätten wir alle Gebühren brav gezahlt, wären wir um die 300€ ärmer.

Wir sind mit insgesamt ca. 15€ davon gekommen, das war zwar nicht immer einfach, hat aber viel Spaß gemacht.

Anbei einige hilfreiche Tricks:

Der passende Look:

Die Gebühren werden flexibel, je nach Einschätzung der Polizei, an das Aussehen des Passierenden angepasst. Es hilft also ein bisschen heruntergekommen und ärmlich auszusehen. Mein Outfit bestand aus zerrissenen Jeans, einem Jimi Hendrix Kopftuch und gewaschen hatte ich mich auch schon länger nicht. Meine Mitfahrer sind teilweise barfuß herumgelaufen. Das Auto hat sich nach mehrstündiger Wüstenfahrt unseren Looks angepasst.

An einem Posten habe ich eine Interaktion mit einem älteren, etablierten französischem Herrn durchs Fenster belauscht. Er wurde um 30€ gebeten, ich hingegen nur um 10.

Die richtige Einstellung : Alle Zeit der Welt:

Es hilft so rüber zukommen, als hätte man alle Zeit der Welt. Die Polizei spekuliert darauf, dass es einem irgendwann zu bunt wird, man einfach zahlt und davon fährt. Je länger man jedoch aushält, um so größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Polizisten keine Lust mehr haben sich mit einem herumzuschlagen und abwinken. Ein Freund von mir, der 5 Jahre durch Westafrika gefahren ist, meinte mal ,er würde an machen Grenzposten seinen Teekocher raus holen und sich erstmal gemütlich hinsetzen. Um nicht die 400€ Auto-Importgebühr zu zahlen, hat er sogar mal sein Zelt aufgeschlagen.

Ich erinnere mich an zwei Situationen, in denen der zuständige Beamte nach einigem Verhandeln meinte: “Wenn du kein Geld hast, dann musst du jetzt zurückfahren, ich gebe dir einen Ausreisestempel”, um sich dann seiner Fernbedienung zu widmen und Kanäle zu wechseln.?Er wollte signalisieren: Die Interaktion ist vorbei, jetzt schaue ich ganz in Ruhe Fernsehen, ich habe alle Zeit der Welt. Draußen warteten schon die Nächsten, in echt war das natürlich nur eine Masche. Ich wartete und wendete den verzweifelten Blick und die Kein-Geld-Strategie (siehe Unten) an und nach weiteren 2 Minuten winkte er ab und ließ uns fahren.

Der verzweifelte Blick:

“ZEHN Euro?”, dazu ein verzweifelter Blick (so als wäre es eine Unsumme) in die Augen des Polizisten, Geschichten-Strategie (siehe unten) + evtl. noch den Kopf auf den Schreibtisch des Polizisten sinken lassen und ein wenig verharren, kann Wunder wirken.

Kein Geld – Wer kein Geld hat, kann nicht zahlen

Mein Mitfahrer aus Finnland hatte diese Masche perfektioniert. Er hatte wirklich fast kein Geld und sagte dann Sätze wie: “Wie sollen wir denn zahlen, wenn wir doch nichts haben?”, “Aber ich HABE doch kein Geld”,  “Ja verstehe ich, aber ich habe einfach nichts”.

Die richtigen Geschichten auf Lager haben:

In Casablanca wurde mir die Scheibe eingeschlagen, die musste natürlich teuer repariert werden. War wirklich so, und jeder Polizist oder Gendarm musste sich meine Geschichte anhören. Möchte man nichts erfinden, hat sicher jeder eine ähnliche Geschichte, die er mit der Polizei teilen möchte um ein bisschen Mitleid zu erregen. Auch hilft es auf einer Charity-Mission zu sein, irgendetwas Gutes, was man im Land machen wird, wird sich schon finden lassen. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Manchmal wird nach einem Kontaktmann im Land gefragt, der dann direkt angerufen wird.

Geschenke und Souvenirs:

Wenn es gar nicht mehr weitergeht, dann kann man auch ein, im Verhältnis zum Geld, geringwertiges Geschenk anbieten. In Spanien lässt sich ein 12 Flaschen-Kasten Rioja Wein für 12€ kaufen. Eine Flasche Wein kann Wunder wirken, allerdings auf keinen Fall in Mauretanien anbieten. Ansonsten gehen auch Orangen oder kopierte Musik CD´s.

Am Grenzposten in Mauretanien half nichts mehr, ich holte 4 Audio CD´s aus dem Auto und bot sie an. Der Polizist suchte sich 2 aus: Duke Ellington und Astor Piazolla, allerdings Kopien. “Zwei?”, sagte ich mit verzweifeltem Blick. “Ja, Zwei”. Verzweifelter Blick + “Ok, naja… Wir fahren dann mal weiter, mal sehen was wir jetzt im Auto hören” + Verharren.?Er gab mir die CD´s zurück und winkte mit einem Lächeln ab.

Aktiv das Geldthema ansprechen:

Diese Strategie funktionierte 2 Mal sehr gut. Anstatt darauf zu warten, dass der Polizist nach Geld fragt, einfach von vorne herein das Thema selbst ansprechen. Voher den verzweifelten Blick aufsetzten, dann: “Hallo, ich weiß das viele ,die hier durchfahren Geld bezahlen. Ich wollte aber sagen, dass weil Geschichte 1, Geschichte 2 + Kein Geld wir um eine Ausnahme bitten möchten”.

Verloddertes, letztes Geld:

An einer Stelle mussten wir Nachts eine Brücke überqueren, die Grillen zirpten, der reißende Fluss  unter uns, dann  auf der Brücke ein einaügiger Mann. 4000 Ouguiya wollte er von uns haben,die Mauretanier passierten umsonst.  Nach Anwendung aller obigen Strategien, besonders alle Zeit der Welt, ging er auch 2000 runter, ein sehr hartnäckiger Fall. Da ließ sich nichts mehr machen. In einer solchen Situation hilft es, einen passenden niedrigeren Betrag in der Tasche zu haben, am besten in zerfetzten Scheinen (gibt es viele von in Mauretanien). Man greift dann tief in die Tasche und holt das letzte Geld was man noch hat heraus und zählt es mühevoll und akribisch vor. Darauf hin  wurden wir direkt weiter gewunken.

Fazit:

Hier ist ALLES flexibel, so flexibel, dass wir sogar eine Mitreisende ohne Visa nach Senegal gebracht haben, raus war dann schwieriger, aber nach Austausch der Facebook-Daten und einem evtl. Date in der Zukunft war auch das möglich ;-)

Wer Geld hat, hat keine Lust lange zu warten und zahlt. Wer keins hat, wartet zwangsläufig und zahlt weniger oder gar nicht. Wir haben keine Geschichten erfunden, nur manchmal ein bisschen übertrieben. Jeder muss selbst wissen wie weit er geht. Hier und da mal ein paar Euro zu lassen, schadet ja auch keinem. In meinem Fall bevorzuge ich, dass Geld IM Land auszugeben und nicht an der Grenze, aber das muss jeder selbst entscheiden.

Gefährlich?

Vor Abfahrt habe ich viele Schauergeschichten gehört. Das auswärtige Amt (todo: link)rät dringend von einer Reise nach Mauretanien ab (“Nur wenn unbedingt notwendig”). Selbst die Marokkaner sagten mir, dass die Leute “dort unten” nicht so freundlich seien.

Genau das Gegenteil war der Fall. Wir wurden mit weit geöffneten Armen empfangen und oft zum Übernachten und Essen eingeladen. Hier herrscht echte Gastfreundschaft, meist ohne Hintergedanken und ich frage mich ,warum es so herum geht,  aber andersherum nicht. Wie ist es, wenn 4 schwarze Mauretanier nach Deutschland reisen. Werden sie so offen empfangen wie wir?

Dieses Video zeigt unsere Reise nach Gambia.

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Posted by fab on Dezember 8, 2011
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